Stellungnahme des Gemeinderates zur Sparkassenschließung in Heiligkreuzsteinach

Die Gemeinderäte (CDU, FLH und SPD) informieren bezüglich dem Sachstand der Sparkassenschließung in Heiligkreuzsteinach.

 

 

Die geplante Schließung der Sparkassen-filiale in Heiligkreuzsteinach kam für alle Betroffenen relativunerwartet. Die Information über die Schließ-ung erhielt der Gemeinderat Ende letzten Jahres etwa zeitgleich mit der Ankündigung in der RNZ am 23. Dezember.

 

Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt keinerlei detaillierte Information bzw. Pläne bzgl. der weiteren Vorgehensweise. Es hieß in etwa: „Der Gemeinderat werde zeitnah informiert“. Eine Einbindung des Gemeinde-rates in die Entscheidungsfindung gab und gibt es bis heute nicht.

Zu diesem Zeitpunkt war die Entscheidung des Sparkassenmanagements offensichtlich auch schon gefallen und das Schließungsprojekt in vollem
Gang.

Detailliertere Informationen für den Gemeinderat gab es erst wieder in einer Zusammenkunft am 18. Februar, in der zwei Managementvertreter den Sachstand schilderten. Als Beweggründe für die Schließung wurde unter anderem angegeben, dass der Publikumsverkehr in der Filiale rück-läufig sei bzw. ein Vorortservice nur noch vereinzelt nachgefragt würde. Bargeld würde ohnehin weniger nachgefragt und der Trend gehe ein-deutig zur elektronischen Zahlweise. Hinzu käme der hohe Kostendruck. Da im Kerngeschäft der Banken (Kreditvergabe) seit einigen Jahren kein Ertrag mehr zu erzielen sei, müsse man die Weichen auf Zukunft stellen und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens im Auge behalten.

Nichtsdestotrotz würde die Sparkasse sicherstellen, dass sowohl die Bargeldversorgung als auch der Vorortservice gewährleistet bleiben würde. Dazu plant die Sparkasse, unseren Ort mit einem Bus anzufahren und die entsprechenden Dienstleistungen aus dem Bus heraus zu erbringen.

Außerdem wird auch ein „Bargeldbringservice“ angeboten, bei dem
Bürgern per Termin Bargeld direkt ins Haus gebracht werden soll. Die Gemeinderäte wiesen darauf hin, dass die Sparkasse – obwohl sie ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist – eine gewisse Verantwortung für den Ort hat und sich bei den Bürgerinnen und Bürgern Frustration breit macht, wenn den Menschen Lösungen aus dem vorigen Jahrhundert angeboten werden.

Auch wurde darauf hingewiesen, dass Kunden zu anderen Banken abwandern könnten, wenn der Hauptidentifikationsfaktor mit einem Geldinstitut – die Filiale – wegfällt.

 

Als absolute Minimalforderung der Gemeinderäte wurde deshalb vorge-schlagen, dass zumindest der Geldautomat und der Kontoauszugsdrucker vor Ort verbleibt oder dass die Sparkasse eine Kooperation mit der
Volksbank eingeht (wie an anderen Orten bereits geschehen), so dass Sparkassenkunden kostenlos Bargeld bei der Volksbank abheben können. Außerdem bestünde auch die Möglichkeit, die Bargeldauszahlung einem externen Dienstleister zu übertragen, welcher einen Geldautomaten-betrieb zu einem Bruchteil der Kosten, wie sie bei der Sparkasse anfallen, sicherstellen könnte.
Der Gemeinderat ist hier bereits in intensivem Kontakt mit solch einem Dienstleister. Diese Vorschläge wurden von den Sparkassenvertretern zwar zur Kenntnis genommen, jedoch wurde den Anwesenden unmiss-verständlich mitgeteilt, dass die Entscheidung bezüglich des neuen Konzeptes bereits gefallen sei und nicht geplant wäre, irgendeine Kooperation im Bereich Bargeldversorgung mit anderen
Dienstleistern oder Banken einzugehen.


Fazit: Wer zuvor geglaubt hatte, dass es bei dem Treffen mit den Sparkassenvertretern um einen konstruktiven Ideenaustausch gehen würde, wurde eines Besseren belehrt.

Der Gemeinderat wurde lediglich in Kenntnis bezüglich der Schließung und der weiteren Vorgehensweise gesetzt. Gemeinderat und Verwaltung können zwar Forderungen stellen und Konzepte vorschlagen, allerdings haben sie keinerlei Mitspracherecht darüber, wie die Sparkasse ihre Dienstleistungen zu erbringen hat.

Leider traf der Gemeinderat auf keinen kompromissbereiten Ver-handlungspartner der bereit gewesen wäre, die langjährige Treue seiner Kunden zu schätzen und entsprechend zu würdigen.

 

Wir bedauern außerordentlich, dass in dieser wichtigen Angelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger von Heiligkreuzsteinach kein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte.


Johannes Fink, Karl-Heinz Ehrhard und Peter Schäfer
für den Heiligkreuzsteinacher Gemeinderat.

 

 

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